Entscheide!

Jede vertagte Entscheidung vergrößert den Berg der abzuarbeitenden Dinge. Wie Du es von To Do Lists kennst, werden diese Listen immer länger, die Berge immer höher, bis die wartenden Aufgaben ein Ausmass angenommen haben, das niemals mehr abgearbeitet werden kann und folgerichtig von Dir ignoriert werden.

Also: von nun an ersetzt Du jedes “Das muss ich mir überlegen” durch ein “Das muss ich jetzt entscheiden”. Entscheide sofort und für Dich selbst und andere unmissverständlich. Triff Entscheidungen hinsichtlich kleinerer Fragestellungen, arbeite Dich mit jeder Entscheidung an die Lösung größerer Zusammenhänge heran. Die meisten Probleme sind sowieso zu komplex, als dass man eine einfache Lösung für sie hätte!

Uns: es gibt keine “perfekten” Lösungen. Du wirst merken, dass getroffene Entscheidungen, so suboptimal sie nachträglich auch erscheinen mögen, Dir ein Gefühl des Weiterkommens vermitteln. The show must go on – oft kommen Dir auf dem Weg zur Lösung gerade durch getroffene einzelne Entscheidungen hilfreiche Ansätze in den Sinn. Daher teile Deine Probleme auf und arbeite sie Schritt für Schritt mit einzelnen Entscheidungen ab!

Meetings

Je größer das Unternehmen, desto mehr Meetings werden anberaumt. Es soll Manager geben, die tagelang nur in Meetings stecken und keine Zeit für ihre eigentliche Arbeit finden.

Der Sinn von Meetings besteht darin, Menschen zusammenzubringen, die normalerweise nicht persönlich zusammenarbeiten – um die Kommunikation zwischen ihnen zu erleichtern bzw. Inhalte zu transportieren. Leider dienen nur wenige Meetings diesem honorigen Zweck: oft beherrschen Mikropolitik und Ineffizienz die Agenda der geschäftlichen Treffen.

In Start-ups gibt es auch Meetings. Hier besteht die Gefahr darin, dass man sich (vorrangig deswegen) trifft, weil man ein gutes Team ist, die anderen Teammitglieder mag und in der Gruppe ein gutes Gefühl erzeugt. Dies mag dem einen oder anderen zu hart formuliert erscheinen, ist aber durchaus realistisch.

Ein Meeting ist dann effizient, wenn jeder Teilnehmer hinterher schlauer ist und besser weiterarbeiten kann als vorher. Eine kurze konkrete Agenda, eine vorher definierte Dauer sowie verpflichtende Action Items – also aus dem Meeting hervorgehende Handlungen – sind unverzichtbare Bestandteile eines guten Meetings. Versuche, diese drei Punkte jedesmal einzuhalten!

Gehe ins Bett, wenn Du müde bist

Müdigkeit verleugnen ist eine schlechte Idee! Wenn Du müde wirst, gehe ins Bett und schlafe!

Ein typisches Merkmal des Selbständigen ist die Arbeit bis zum sprichwörtlichen Umfallen, also bis man nicht mehr kann und aufhören muss. Dieses Verhalten kommt manchem mannhaft oder tugendhaft vor, ist aber unsinnig:

Wer müde ist,
- trifft unsinnige Entscheidungen,
- ist nicht kreativ,
- verliert sich in Nebensächlichkeiten,
- ist unkonzentriert und
- arbeitet grundsätzlich ineffizient.

Und wer dauerhaft überanstrengt arbeitet, wird irgendwann die Zeche in Form eines Burnout oder Herzinfarktes zahlen. Daher lohnt sich übertriebene Härte sich selbst gegenüber nicht. Geht schlafen, wenn Du müde bist!

Urlaub – abschalten oder dranbleiben?

Aus aktuellem Anlass – idee.vc ist aus dem Urlaub zurück!

Der typische Urlaub eines Unternehmers sieht so aus: Bewaffnet mit Smartphone, Tablet und Notebook wird als allererstes die Wifi/WLAN-Verfügbarkeit überprüft. Ist kein WiFi vorhanden, ärgert er sich. Ist es vorhanden, werden alle Geräte angemeldet, emails heruntergeladen und das Urlaubsdomizil in Foursquare und Gowalla angelegt, so noch nicht vorhanden. Dieses Prozedere wiederholt sich in den Folgetagen – bis es der Freundin oder Frau zu bunt wird und sie darauf besteht, dass man die großen und kleinen Computer aus der Hand legt und endlich den Urlaub genießt.

Besser ist es, auch wenn es verdammt schwerfallen kann, ab Tag 1 keine emails abzurufen und das Handy tagsüber auszulassen. Abends oder morgens ein kurzer Check, ob es einen wichtigen Anruf gab – das sollte völlig genügen. Idealerweise habt Ihr Bücher dabei, keine Sachbücher, sondern gute Geschichten, die Euch von Beginn Eures Urlaubs an in andere (Gedanken-)Welten führen. Zwei Wochen abschalten, etwas Neues erleben, planlos den Tag verbringen – dies ist äußerst erholsam: auch der Workaholic wird feststellen, dass ihm dies sehr gut tut und er nach dem Urlaub zwar widerwillig aber schnell ins Arbeitsleben zurückfindet.

Wie finde ich meine Kategorie? Und weshalb soll ich sie überhaupt suchen?

Wer eine Geschäftsidee hat, dem ist sein Produkt in aller Regel selbstverständlich. Man weiß, was man verkaufen will bzw. was die Basis des Geschäftsmodells sein soll. Zudem besteht vielfach die Annahme, “Online” sei eine Art eigenständige Kategorie, in der die Regeln der Offline-Welt außer Kraft gesetzt seien. Oder man hält das eigene Produkt für dermaßen innovativ, daß man sich die Suche nach vergleichbaren, konkurrierenden Produkten zu ersparen können glaubt. Nun ist das sog. Selbstverständliche wie das Wort “einfach” v.a. als Grabinschrift für Probleme geeignet – nirgendwo jedenfalls verbergen sich mehr Dinge, über die man sich dringends Gedanken machen sollte als bei all jenem, was als selbstverständlich angesehen wird.

Wer aus dem klassischen Marketing und Product Management kommt, dem sind die Grundprinzipien des Arbeitens innerhalb einer Kategorie vertraut. Waschmittel soll Wäsche sauber machen, das ist die Einstiegsanforderung in die Kategorie der Waschmittel. Eine Menge weiterer Kundenwünsche existieren und alle Anbieter sind rege bemüht, diese zu erfüllen und für die Marke einen guten (Positionierungs-) Platz innerhalb des kategoriebezogenen Anforderungsspektrums zu finden. Erstaunlicherweise ist das Denken mit Kategorien in der Online-Welt nur stiefmütterlich verbreitet und wird zudem mit dem hierfür völlig ungeeigneten Instrument Benchmarking im Doppelsinne erledigt.

Denn die eigentliche Kernfrage, wer sich warum wie für mein Produkt interessieren sollte, kann durch Benchmarking nicht beantwortet werden – was als Nebeneffekt zur Etablierung merkwürdiger Standards innerhalb verwandter Kategorien führt, obzwar diese für die eigentlichen Kundenbedürfnisse überhaupt keine Relevanz haben. Zudem wird man verführt, jede noch so unbedeutende technische Innovation als zwingenden Grund für den bevorstehenden Erfolg fehl zu verstehen – dem Wettbewerb überhaupt voraus zu sein, das befriedigt bereits, da wird leicht sekundär, ob das in einer kundenrelevanten Disziplin passiert.

Nicht selten erliegt man da auch der Versuchung, Erfolgreiches aus anderen Geschäftsmodellen auf das eigene Modell zu übertragen. Wodurch gute Ideen für eine andere Sache gerne zur schlechten Idee für die eigene Sache werden.

Gastbeitrag von:
Gerd Witulski, Apples&Pears

PS: Hierzu passend – Perfektion

Founder’s Vesting – eine Überlegung wert?

Vesting Klauseln sind ein Regelwerk, durch das Firmenanteile und Optionen zeitbasiert anwachsen. In Optionsverträgen sind diese praktisch immer zu finden, z.B. sind alle erst 3 Monate x% der gewährten Optionen einlösbar und erst damit werthaltig.

Ebenso lässt sich ein derartiges Konstrukt bei Firmengründungen implementieren (Founder’s Vesting): Beispielsweise könntest Du mit deinem Gründungspartner vereinbaren, dass bei Verlassen der Firma in den ersten 6 Monaten 100% der Anteile an denjenigen fallen, der das Unternehmen weiterführt; gerne werden auch Vesting Perioden über mehrere Jahre vereinbart, über die Anteile teilweise zurückgegeben werrden müssen.

Klingt einfach? Ist in der Umsetzung leider nicht ganz so klar: Was passiert, wenn einer nur mit 50% seiner Zeit mitmacht, dafür Geld einbringt? Was heißt Firma verlassen, wenn alle Partner nebenbei andere Themen vorantreiben?

An sich erscheint Founder’s Vesting aber sinnvoll, der grundsätzliche Gedanke ist für fast jeden nachvollziehbar – deslhalb empfehle ich auf jeden Fall darüber nachzudenken und mit deinem Gründungspartner darüber zu reden.

SK

Aus aktuellem Anlass: Google Instant Search

Gestern schaltete Google ein neue Feature frei: Google Instant Search. Im Grunde schuf Google den “Suchen” Button ab, jeder eingetippte Buchstabe wird

  • auf einen möglichen Suchbegriff vervollständigt
  • setzt eine neue Suche ab

und zeigt – in Echtzeit – die Suchergebnisseite an.

Heute finden in vielen (online) Unternehmen Priority Meetings statt, was diess Umstellung für das eigenen Unternehmen bedeutet.

Was ändert sich fürs Suchmaschinen – Marketing?

Nun ja, entweder
1) Werden in Zukunft weniger lange Suchanfragen abgesetzt
2) oder die Suchanfragen werden länger

Zeit und Google Analytics werden zeigen was davon der Fall ist.

Was man aber jetzt schon sagen kann: Die Google User sehen in Zukunft mehr Suchergebnisse pro Suche, wenn auch manchmal nur für den Bruchteil einer Sekunde. Google zählt ab sofort eine Search Engine Result Page Impression wenn ein User die Seite mehr als 3 Sekunden Betrachtet (oder eine andere Handlung auf der Seite setzt), nichts desto trotz existieren diese <3 Sekunden Durchzugs Impressionen (Pass Through Impressions). Den Burchteil einer Sekunde um den User auf das eignen Produkt hinzuweisen. Diese Pass Through Impressions sind das wirkliche Neue am gestrigen Release und eine grossartige Gelegenheit.

Jetzt geht es darum diese Pass Through Impressions abzufangen (mit tollen “quick recognition” Titel und Snippets in den Google Search Results, Brand Recognition, …) und in Impressions und schlussendlich Visits umzuwandeln.

Ansonsten bliebt eigentlich alles beim alten, denn eine der Grundzüge von erfolgreicher SEO ist sowieso gut, gelassen und analytisch mit Veränderung umzugehen.

Franz Enzenhofer, SEO, Gastbeitrag

Taugt meine Idee als Geschäftsidee und kann daraus ein Business resultieren?

Die einen haben tolle Ideen, aus denen sie globale Konzerne schmieden wollen. Die anderen haben gute Ideen, die ihrer Meinung nach nicht für ein richtiges Geschäft, die Gründung eines Unternehmens ausreichen. Woher weiß ich, dass meine Idee geeignet ist, daraus ein Business zu entwickeln und ein Unternehmen aufzubauen, das mich, meine Familie und vielleicht Mitarbeit ernährt?

Wenn ich eine einfache Antwort hätte, würde ich jetzt mit Warren Buffet und Bill Gates ein paar Milliarden spenden. Da dies (noch) nicht der Fall ist, versuchen wir uns an einer Näherungslösung:

Die meisten uns bekannten Gründer sind von ihren Ideen überzeugt und meinen, dass dies auch die Geldgeber und die Kunden sein müssten. Interessanterweise ist es oft leichter, Geldgeber davon zu überzeugen als Kunden – die Erfolgsquote im Venture Capital Bereich von 20-25% legt dies nahe. Warum also nicht einfach im allerersten Schritt Kunden generieren? Wenn 30% Deiner Zielgruppe Dein Produkt kaufen würde, dann wird es nicht schwer sein, Geldgeber für den Geschäftsaufbau zu finden, oder – noch besser – vom Umsatz bzw. dem Cash-Flow den Aufbau Deines Unternehmens zu finanzieren. Analog haben wir hier argumentiert.

Nur wenn Du von Beginn an davon ausgehen kannst, dass Du Dein Produkt oder Deine Dienstleistung verkaufen kannst, solltest Du überhaupt an ein Weitermachen denken. Diejenigen, die sich “in einem späteren Schritt über das Geschäftsmodell Gedanken machen werden” werden scheitern.

Eine Idee eignet sich als Geschäftsidee, wenn Du von Beginn an Kunden bzw. Käufer findest.

Culling

“Culling” – vom englischen Wikipedia:

Culling is the process of removing animals from a group based on specific criteria. This is done in order to either reinforce certain desirable characteristics or to remove certain undesirable characteristics from the group. For livestock and wildlife, the process of culling usually implies the killing of animals with undesirable characteristics. http://en.wikipedia.org/wiki/Culling

Culling ist einer der wichtigsten Schritte für SEOs, wenn sie ein neues Website Projekt übernehmen. Herausfinden was die Ziele des Unternehmens sind, herausfinden was die online Strategie (welche die Erfüllung der vorher definierten Ziele anstrebt) des Unternehmens ist. Diese Strategie solange hinterfragen und hart definieren bis sie jedem klar ist und in einer “Sent from iPhone” Email ausgedrückt werden kann. Sich die existierende oder geplante Website (und alle damit verbundenen online Aktivitäten) anschauen, und alles was nicht der Erfüllung der Ziele dient -> “cull”.

Z.B.: für die Website Struktur bedeutet dies, alles was nicht

  • Landingpage
  • Sitemap (XML oder HTML)
  • Startpage

ist, abschaffen, löschen, verhindern, “cull”.  Alles was nicht in diese 3 Page-Kategorien passt ist sehr sehr wahrscheinlich einfach nur Ballast welches die zukünftige Performance der Website, des Unternehmens beeinträchtigt.

Eine SEO Strategie bedeutet nicht nur zu wissen, was in welcher Reihenfolge mit welcher Wichtigkeit zu tun ist, sondern auch zu Wissen, was nicht zu tun ist, und dies im doppelten Wortsinne auch zu exekutieren.

Perfection is achieved, not when there is nothing more to add, but when there is nothing left to take away. http://en.wikipedia.org/wiki/Antoine_de_Saint_Exupéry

Franz Enzenhofer, SEO, Gastbeitrag

Risiko

Der Begriff Risiko wird gern falsch verwendet. Risiko ist nichts anderes als die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses. Es ist also falsch anzunehmen, dass man keine Risiken eingeht, wenn man nicht handelt – beispielsweise eine Entscheidung nicht trifft oder hinauszögert. Wie der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick formulierte: Es gibt keine Nicht-Kommunikation – und es gibt kein Nicht-Handeln – Risiken gehst Du immer ein.

Beste Beispiele für die riskanten Entscheidung für Untätigkeit sind Unternehmen, die Trends verschlafen, weil sie Marktsignale nicht sehen oder noch sehen bzw. verstehen wollen. Sie bleiben bei ihren alten Rezepten und meinen, damit den risikoärmeren Weg zu gehen. Die Musikkonzerne jedenfalls hätten weniger riskant gehandelt, wenn sie ihr traditionelles Geschäftsmodell frühzeitig den Marktgegebenheiten angepasst hätten. Beispielsweise hätten Investitionen in Start-ups weitaus mehr learnings gebracht und Geld verbrannt, als dies bei dieser kaputten Branche heute der Fall ist.

Wer handelt, geht konstruktiv mit Risiken um – wer untätig ist, handelt auch, aber fahrlässig.

KMR

Die Erfolgsstory von Lingo24

Der folgende Beitrag über das schottische Übersetzungsunternehmen Lingo 24 und seinen Gründer Christian Arno wurde von Corina Marcuti verfasst.

Nachdem er in Oxford sein Studium der Fächer Französisch und Italienisch mit Erfolg abgeschlossen hatte, gründete der Unternehmer Christian Arno sein Übersetzungs- und Lokalisierungsunternehmen Lingo24 im Jahr 2001 mit nur wenig Existenzgründungskapital. Arno baute Lingo24, das seine Anfänge im Gästezimmer seines Elternhauses im schottischen Aberdeen hatte, inzwischen zum größten Übersetzungsunternehmen Schottlands auf – und zu einem der am schnellsten wachsenden weltweit. Der voraussichtliche Gewinn für 2010 liegt bei mehr als €7 Millionen. Arnos Geschichte zeigt einige wichtige Aspekte auf, wie man als Start-up in einem ungünstigen Wirtschaftsklima erfolgreich ist.

Einer der wichtigsten Aspekte ist der, dass man es sich als Start-up mit begrenztem Kapital nicht leisten kann, viel Geld für Projekte wie Werbung oder Bürofläche auszugeben, ohne zu wissen, wie hoch die Investitionsrentabilität genau sein wird. Glücklicherweise entdeckte Arno bereits früh die Leistungen des Internets im Hinblick auf sowohl Marketing- als auch Kommunikationszwecke.

Arno begann sein Unternehmen mit einem Netzwerk von Angestellten und freiberuflichen Übersetzern, die in der ganzen Welt von zu Hause aus arbeiteten und online kommunizierten. Dadurch, dass er keine Büroflächen anmieten musste, konnte Arno nicht nur die Betriebskosten und CO2-Bilanz seines Unternehmens senken, sondern zugleich rund um die Uhr arbeiten, mit Mitarbeitern in unterschiedlichen Zeitzonen, die sich untereinander jeweils bei Geschäftsschluss ablösen.

Die Entdeckung von SEO, Keywords und Google AdWords als preiswerte und höchst effiziente Online-Marketingmethoden brachte Lingo24 eine bedeutende Wende. Durch das Investieren von Nominalbeträgen für Click-through-Ergebnisse bei Google AdWords war Arno in der Lage, Lingo24 geradewegs an die Spitze der Suchmaschinenrankings zu befördern und gleichzeitig die Beliebtheit verschiedener Keywords auszutesten, indem er kontrollierte, welche unter ihnen von Monat zu Monat den höchsten Click-through-Traffic einbrachten.

Keywords anhand von Suchmaschinenergebnissen online zu recherchieren, festzustellen, was die Konkurrenz verwendete, und Keyword-Suchanwendungen, wie beispielsweise Google Keywords, zu verwenden, waren weitere effiziente Methoden, die Arno einsetzte, um die besten Bedingungen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) festzustellen. Durch das Herausfinden der besten Kniffe für einen Erfolg in den Google-Rankings – u.a. durch den gut sichtbaren Gebrauch von Keywords, die regelmäßige Aktualisierung der Websites durch relevante, nützliche Informationen und den Aufbau von Links zu Partner-Websites mittels Gast-Postings und Medienberichterstattung – stieg Lingo24 an die Spitze der Google-Rankings und hält sich dort.

Arno stellte fest, dass es auf dem europäischen Markt – insbesondere in Skandinavien und Deutschland – einen weit geringeren Wettbewerb in der Übersetzungsbranche gab als im Vereinigten Königreich, und nicht nur das, denn auch der Wettbewerb um Suchmaschinenrankings war schwächer, allein aufgrund der Tatsache, dass es insgesamt weniger Website in anderen Sprachen als Englisch gab.

Er entschloss sich, die Geschäfte von Lingo24 auf den europäischen Markt auszuweiten, um seinen Kundenstamm zu vergrößern und Kursschwankungen abzudämpfen. Lingo24 entwarf fünf übersetzte Test-Websites für europäische Länder, und der daraus resultierende Höchststand des Geschäftsbetriebs war hinreichend ermutigend, mittels Websites für Frankeich, Deutschland, Österreich, die Schweiz (auf Französisch, Deutsch und Italienisch), Belgien (auf Französisch und Flämisch), die Niederlande, Luxemburg (auf Französisch und Deutsch), Norwegen, Schweden und Dänemark weiter zu expandieren.

All diese Websites waren vollständig lokalisiert und suchmaschinenoptimiert, hatten regionale Domain-Namensendungen, enthielten intensiv recherchierte regionale Keywords, und ihre Inhalte waren von im Zielland lebenden Muttersprachlern übersetzt und enthielten kulturspezifische Hinweise und Redewendungen. Diese intensive Lokalisierung der Websites wurde als notwendig erachtet, da Internet-Demographien zeigen, dass Englisch zwar quasi die Muttersprache des Internets ist, die Mehrheit der Internetbenutzer jedoch keine englischen Muttersprachler sind und 85% der Verbraucher sich nur dann für den Kauf eines Produkts auf einer Website entscheiden, wenn sie Informationen darüber in ihrer eigenen Muttersprache vorfinden.

Lingo24 konnte dank seiner lokalisierten Websites diese Lücke im europäischen Online-Übersetzungsmarkt ausnützen, und das Unternehmen wuchs mit rasanter Geschwindigkeit, was die Eröffnung seiner Büros in Rumänien und zuletzt in Panama ermöglichte, um einen internationalen Komplettservice rund um die Uhr anbieten zu können.

Die derzeitige Strategie von Lingo24 liegt darin, sich von anderen Übersetzungsunternehmen abzuheben: durch den Einsatz innovativer Technologien, wie zum Beispiel das revolutionäre webbasierte System XTM zur computerunterstützten Übersetzung (CAT), das es Übersetzern und Korrekturlesern ermöglicht, sich einzuloggen und überall auf der Welt gleichzeitig an einem Projekt zu arbeiten. Außerdem erlaubt es Kunden, ihre Projekte zu aktualisieren und in Echtzeit zu überwachen.

Das XTM-System nutzt überdies statistische Maschinenübersetzungen, die ein Glossar der häufig wiederkehrenden Begriffe aufbauen, welche dann automatisch angeboten werden können, wenn sie im Kontext eines neuen Textes vorkommen. Je länger also Übersetzer an einem Projekt arbeiten, umso schneller kommen sie voran. Die Technologie ist mit sämtlichen Dateiarten kompatibel und sowohl strukturoffen, d.h. Lingo24 kann die Arbeitsprozesse unendlich vergrößern, als auch quelloffen, d.h. Kunden behalten ihr Terminologie-Glossar und die Kontrolle darüber.

im Wesentlichen lässt sich Folgendes von Christian Arnos Geschäftsstrategie lernen: die Kosten niedrig halten, indem man, wann immer möglich, von zu Hause aus arbeitet; das Internet für Marketing und zur Kommunikation nutzen und mit den aktuellsten technologischen Fortschritten mithalten. Mit einer ähnlichen Strategie und dem Engagement für eine geniale Idee können auch Sie ein zu Hause gegründetes Start-up in ein international erfolgreiches Unternehmen verwandeln.

Über Lingo24:
Das internationale Übersetzungs- und Lokalisierungsunternehmen Lingo24 wurde im Jahr 2001 gegründet und beschäftigt mittlerweile etwa 4.000 professionelle freiberufliche Übersetzer, die insgesamt einhundert verschiedene Sprachkombinationen abdecken.

Verhandeln = Alternativen aufbauen!

Verhandlungstechniken, Verhandlungstrainigs, Harvard-Methode und co sind alle sinnvoll für Gespräche mit Kunden und Partner.

Allerdings helfen alle diese Tipps nur dann wirklich, wenn eine akzeptable Alternative für Dich besteht. Der größte Fehler bei Verhandlungen passiert vor der Verhandlung, nämlich: Frühzeitig Alternativen aufgeben!

Am Beispiel Investorenverhandlungen: Investoren verlangen fast immer eine Exklusivitätsperiode, in der Du mit niemandem sonst sprechen kannst. Versuche diese so kurz wie möglich zu halten, sodass Du auch bei Scheitern der Gespräche noch mit anderen sprechen kannst. Die beste Alternative – und nur dann kannst du auch wirklich hart verhandeln – ist: Du solltest das Unternehmen alleine (ohne Investor) weiterführen können – das ist oft Wunschdenken, aber jeder Monat Zeit hilft!

SK

Team im Büro vs vernetzte Teams

Heutzutage ist es für Gründerteams ohne weiteres möglich, via email, Skype, Twitter et al. 24/7 miteinander in Verbindung zu stehen. Die Synchronisation von Ideen und Wissen ist möglich.

Aber – aus langjähriger eigener Erfahrung wissen wir, dass eine hauptsächlich virtuell durchgeführt Zusammenarbeit beim Aufbau von Unternehmen nur funktioniert, wenn die folgenden Voraussetzungen vorliegen:
- Die Teammitglieder kennen sich sehr gut
- Jedes (!) Teammitglied arbeitet gern allein und schätzt die Vorteile der virtuellen Zusammenarbeit
- Regelmässige Treffen mit allen finden statt

Sollte eine Person aus dem Team die gemeinsame Arbeit im Büro benötigen, wäre für das gesamte Team eine Bürolösung besser – oder es wird nahezu unweigerlich zur Trennung von der Person kommen. Viele Menschen brauchen den ständigen Kontakt, eine unmittelbare Ansprechbarkeit, die spontane Möglichkeit zum persönlichen Austausch von Ideen.

Über die Art und Weise der Zusammenarbeit sollte man sich keinen Illusionen hingeben: sie entscheidet in einem hohem Maß über den Erfolg des Start-ups. Daher überlegt Euch gut, wie Eure Befindlichkeiten diesbezüglich sind und entscheidet danach – und lasst nicht die Kosten für ein gemeinsames Büro den Ausschlag geben – die sind im Vergleich zur Qualität Eurer Kommunikation und Zusammenarbeit vernachlässigbar.

KMR

SEO

Hallo, mein Name ist Franz Enzenhofer, SEO. Ich arbeite seit 1998 im Onlinebereich, mehrere Jahre als SEO  - von Big Brands, Big Companies zu Start-Ups. Ich wurde eingeladen eine Reihe von Gastbeiträgen über die Rolle von SEO für (Online) Start-Ups zu schreiben.

Alle Startups im Onlinebereich wissen, dass SEO Suchmaschinenoptimierung super wichtig ist. Dennoch läuft am Anfang immer alles falsch. Wieso? Als erstes sollte man realisieren, dass SEO zum grossen Teil eine Bullshitindustrie ist, deren Evangelisten, soggenannte SEOler, sich viel zu ernst nehmen und ihr eigenes Wissen maßlos überschätzen.

  • Es gibt Dinge die man über Google weiß (Tech. Doku, Google Guidelines, Snippets) – known
  • Dinge die von denen man ausgeht dass sie ziemlich wahrscheinlich stimmen (Best Practice). – maybe known
  • Sachverhalte von denen man weiß, dass man sie nicht weiß. (Alle Fragen die mit “Wie wichtig ist …” beginnen) – known unknown
  • Eine unglaubliche Anzahl von Faktoren, von denen man nicht weiß. dass man sie nicht weiß. – unknown unknown
  • Gleichzeitig veraltet das Wissen über Google mit jeder (täglichen) Iteration der Google Suche weiter. – unknown deprecated known

SEOs gehen mit dieser unsicheren Wissensbasis auf zwei grundverschiedene Arten um: Die “Magic Numbers” SEOs kombinieren verschiedenste Zahlen aus verschiedensten, unrelated Quellen miteinander, erzeugen damit verschiedenste magische Zahlen und Versuchen aus diesem Zahlenteesud irgendwelche Rückschlüsse auf das eigenen Onlinebusiness zu ziehen.

Die anderen SEOs, die sogenannten “Feel Good” SEOs erzählen Geschichten wie “Erzeuge valuable Content und die Leute werden kommen und drauf verlinken und dein Online Business wird abheben.” Beide Arten schaden den Unternehmen mehr, als sie helfen.

Man braucht einen SEO “who gets the job done”, welcher Actionables erzeugt und dafür sorgt, dass sie umgesetzt werden. Links sind wichtig: man braucht jemanden, der dafür sorgt, dass die Seite Links bekommt. Eine suchmaschinenfreundliche Site Architecture ist wichtig: man braucht einen SEO, der dafür sorgt, dass die Site Architecture stimmt, egal wieviel von der derzeitigen Website über den Haufen geschmissen werden muss. Wissen was zu tun ist, ist 5%, Execution ist 95%. Und selbst die 5% sollte man bei SEOs gründlich hinterfragen.

Franz Enzenhofer

Büro vs Homeoffice

Lieber zuhause/virtuell vernetzt oder in einem Büro arbeiten? Diese Frage muss jeder für sich individuell beantworten – es gibt kein besser oder schlechter. Es gibt Menschen, die können sich nicht (auf die Arbeit) konzentrieren, wenn sie zuhause sind. Sie weichen ständig auf Privatsachen aus, setzen sich gemütlich auf den Balkon, gehen schnell zum Metzger usw. Wenn Du zu diesen Menschen gehörst, solltest Du Dir eine freiwillige Kontrollmöglichkeit in Form eines Büroarbeitsplatzes besorgen. Co-working Möglichkeiten bzw. Shared Offices werden zumindest in Großstädten oft angeboten.

Auch der Aspekt des Teamwork spricht für ein Büro: es ist ein Unterschied, ob Du Kollegen oder zumindest andere Leute “ständig” ansprechen kannst, oder ob Du dafür Skype Twlcos aufsetzen musst.

Aber gerade diese ständige Ansprechbarkeit hat auch Nachteile: man kann schlechter konzentriert am Stück arbeiten. Wenn Deine Aufgaben genau dies erfordern und Du Dich selbst gut im Griff gegen Einflüsse wie Freundin, Familie oder andere private Angelegenheiten hast, ist ein Homeoffice eine gute Wahl – zumal es die Kosten für einen externen Arbeitsplatz spart. Sei allerdings auf der Hut: zuhause kannst Du IMMER arbeiten, weil Du Deinen Arbeitsplatz nie mehr als ein paar Meter entfernt hast. Das bedeutet für so manche, dass sie sich zu Ruhezeiten bzw. Pausen zwingen müssen.

KMR

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